Grün-offene Fraktion in Bochum-Mitte

Das Logo der neuen Fraktion

Das Logo der neuen Fraktion

Während die Bezirksvertretung Bochum-Mitte bis Anfang September offiziell noch in der Sommerpause ist, haben wir in unserer Fraktion fleißig gearbeitet. Bereits kurz nach der Wahl haben wir uns als Grüne mit Jannis Mehring (Piraten) getroffen und über eine mögliche Zusammenarbeit gesprochen. Schnell wurde klar, dass wir uns inhaltlich sehr nahe stehen und ganz ähnliche Vorstellungen von der Arbeit im Bezirk Mitte in den kommenden sechs Jahren haben. Nach vielen intensiven Gesprächen entschieden wir uns schließlich zur Bildung einer gemeinsamen Fraktion unter dem Namen Grün-offene Fraktion. Auch die ersten Gespräche zwischen unserer neuen Fraktion und der SPD-Fraktion verliefen sehr positiv.

Also, willkommen an Bord Jannis! Der Wellengang und der Gegenwind werden angesichts der finanziellen Lage der Stadt sicher nicht geringer, aber Rot-Grün+ wird selbstbewusst die Segel setzen!

Rot-Grün in Bochum-Mitte wird fortgesetzt!

Birgitt Beier, Elke Heuvel und Gabriele Spork (v.l.n.r.)

Am gestrigen Mittwoch konstituierte sich als letzter Bezirk das parlamentarische Gremium für Bochum-Mitte. Größter Einschnitt war der Wechsel an der Spitze: Nach 18 Jahren als Bezirksbürgermeister legte Dieter Heldt (SPD) aus gesundheitlichen Gründen sein Mandat und sein Amt nieder. Heldt stand als Bürgermeister nicht nur für die Inhalte seiner Partei, sondern in besonderem Maße kämpfte er auch für klassische “grüne” Themen. Dafür sind wir ihm sehr dankbar! Eine echte Persönlichkeit verlässt die Bochumer Kommunalpolitik. Lieber Dieter, an dieser Stelle alles Gute für Deine Zukunft!

Zur Nachfolgerin wurde gestern als gemeinsame rot-grüne Kandidatin Gabriele Spork (SPD) gewählt, als Stellvertreterinnen stehen ihr meine Parteifreundin Elke Heuvel sowie Birgitt Beier (CDU) zur Seite. Herzlichen Glückwunsch an das neue Bürgermeisterinnen-Team von Bochum-Mitte! Elke hat bereits als Vertreterin von Dieter Heldt tolle Arbeit geleistet und ich bin optimistisch, dass trotz aller politischen Differenzen auch Birgitt Beier als stellvertretende Bezirksbürgermeisterin überzeugen wird.

Das neue Team für Bochum-Mitte!

Die Top 3 der Grünen für den Bezirk Bochum-Mitte: Miriam Yenmez (Platz 3), Elke Heuvel (Platz 1, stellv. Bezirksbürgermeisterin) und Jan Matzoll (Platz 2, Fraktionsvorsitzender)

Die Top 3 der Grünen für den Bezirk Bochum-Mitte: Miriam Yenmez (Platz 3), Elke Heuvel (Platz 1, stellv. Bezirksbürgermeisterin) und Jan Matzoll (Platz 2, Fraktionsvorsitzender)

Auf unserer Kreiswahlversammlung am 1. März wählten wir neben der Ratsliste auch unsere Liste für die Bezirksvertretung Bochum-Mitte. Hier kandidiere ich auf Platz 2 und strebe an, meine Arbeit als Fraktionsvorsitzender der Grünen in Mitte fortzusetzen. Spitzenkandidatin ist wie vor fünf Jahren meine wunderbare Kollegin und stellvertretende Bezirksbürgermeisterin Elke Heuvel. Auf Platz 3 steht mit Miriam Yenmez ein neues Gesicht. Ich hoffe, dass wir unser tolles Ergebnis von 2009 verteidigen oder sogar ausbauen können und Miriam ab Mai unsere Fraktion verstärkt. Mein Kollege Benny Sadowski zieht es aus familiären Gründen nach Wuppertal und er verlässt unsere Fraktion daher bereits zum 1. April. Wir werden Dich vermissen!

Aber ich bin mir sicher, dass wir auch für die nächsten sechs Jahre toll aufgestellt sind und Bochum-Mitte nach vorn bringen können! Hier die komplette GRÜNE Liste für den Bezirk Bochum-Mitte:

1. Elke Heuvel
2. Jan Matzoll
3. Miriam Yenmez
4. Marius Brodersen
5. Barbara Jessel
6. Raphael Trinkaus Tamburro
7. Ditte Gurack
8. Karl-Heinz Heuvel
9. Karsten Finke
10. Wolfgang Rettich

Bochum wird GRÜN!

VIELFALT_Bochum_webk_02_05_01Heute wurde ich von der GRÜNEN Basis in Bochum zum Direktkandidaten in Altenbochum für die Kommunalwahl am 25. Mai gewählt! Außerdem auf Platz 2 für die Bezirksvertretung Bochum-Mitte sowie auf Platz 26 auf der Reserveliste für den Rat. Vielen Dank für das Vertrauen und auf in einen tollen grünen Wahlkampf!

Die vollständige Ratsliste, die Direktkandidat*innen sowie die Liste für die BV-Mitte gibt es auf der Internetseite der Bochumer Grünen. Ein besonderer Glückwunsch geht an Wolfgang Rettich, Barbara Jessel, Sebastian Pewny und Esra Tekkan, die bisher nicht im Rat sitzen und auf aussichtsreichen Plätzen in der Top 10 kandidieren! Des Weiteren kandidieren Astrid Platzmann-Scholten, Manfred Preuß, Martina Foltys-Banning, Karsten Finke, Züleyha Demir sowie Mustafa Calikoglu auf den vorderen Plätzen. Damit ist uns eine gute Mischung aus erfahrenen Kräften und frischen Ideen gelungen!

Frohes neues Jahr!

2013 ist Geschichte! Nachdem 2012 mit der Geburt meines Sohnes natürlich das Jahr schlechthin war, hatte es 2013 recht schwer, da mitzuhalten. Aber die ersten Worte, die ersten Schritte: Das war nicht weniger spannend! Dann war da noch ein neuer Job und last but (ganz sicher) not least: meine Hochzeit!

Für die Außenwelt besonders dadurch sichtbar, dass ich plötzlich nicht mehr Keitsch, sondern Matzoll heiße. Ein bisschen beängstigend und traurig ist ja leider, wie ungewöhnlich es weiterhin ist, als Mann den Namen seiner Frau anzunehmen. Nur zur Info: Das ist inzwischen seit fast vierzig Jahren möglich! An der großen Mehrheit der (Männer-)Welt ist das wohl vorbeigegangen.

Was erwartet mich 2014? Eingeplant ist auf jeden Fall schon die Kommunalwahl im Mai. Als Fraktionsvorsitzender der Grünen in Bochum-Mitte bin ich sehr gespannt, wie die Arbeit unserer Fraktion von den Menschen bewertet wird. Im Großen und Ganzen haben wir meiner Meinung nach gute Arbeit geleistet. Wirklich zufrieden bin ich aber auch nicht. Da ist noch viel Luft nach oben! Wie häufig die Finanzsituation der Stadt uns aber dazu zwingt, von luftigen Höhen Abstand zu nehmen, werden wir sehen müssen. Große Luftsprünge darf man im Ruhrgebiet nicht erwarten. So ehrlich will ich auch im Wahlkampf sein.

Ansonsten lass ich mich überraschen, was das Jahr so bringt. Aber unter uns 2014: Ich bin 2012 Papa geworden und habe 2013 geheiratet. Wenn ich mich in dreißig Jahren noch an Dich erinnern soll, solltest Du Dir was einfallen lassen. ;-)

Euch und Ihnen wünsche ich jedenfalls ein wunderschönes und unvergessliches Jahr! Wir sehen uns! Hoffentlich… :-)

Solidarität mit den Antifaschist*innen!

Vorgestern kam es während einer Jura-Vorlesung der Ruhr-Uni in einem der neuen Hörsäle im Bochumer Fenster zu einem “Outing” des führenden Neonazis Michael Brück. Brück ist NRW-Vizevorsitzender der Partei “Die Rechte” und studiert seit diesem Semester Jura an der RUB. Der NRW-Landesverband gilt als Nachfolgeorganisation des “Nationalen Widerstands Dortmund”, der 2012 verboten wurde und dem Verbindungen zu den NSU-Mördern nachgesagt werden. Auch ein Verbot von “Die Rechte” stand bereits im Raum. Brück ist also nicht irgendein Rechter, sondern ein wegen Volksverhetzung vorbestrafter Neonazi-Kader. Die Antifa-Gruppe beschreibt die Vorgänge wie folgt:

Ein antifaschistischer Redebeitrag wurde nach kurzer Zeit durch den handgreiflich werdenden Dozenten der Vorlesung unterbrochen. Michael Brück und einige seiner Kommilitonen standen auf wurden ebenfalls handgreiflich, wodurch es zu einem Tumult kam. “Mit diesem Verlauf der Ereignisse hatten wir nicht gerechnet.” so die Antifaschistin Sarah Milsani. “Um die Situation nicht weiter zu eskalieren verließen wir dem Raum.

Parallel wurden auf dem Uni-Campus mehrere hundert Plakate geklebt und mehre tausend Flyer in Mensa und Cafeten sowie an der juristischen Fakultät verteilt.

Ein Video der Aktion (zu sehen hier oder hier) bestätigt die Version der Antifa-Gruppe. Offenbar war es der Dozent, Prof. Dr. Georg Borges, der eine Prügelei mit den als Weihnachtsmännern verkleideten Antifas begann. Dabei teilten die Protestierenden direkt mit, dass sie nur kurz etwas sagen wollen und dann wieder gehen. Das Rektorat der Ruhr-Uni, der AStA sowie die WAZ legen ihren Fokus in der Berichterstattung jedoch auf gewaltbereite Linke. Schlimmer noch: Das Rektorat beauftragte fix eine Reinigungsfirma, um kurzfristig alle Plakate der Antifa auf dem Campus zu entfernen. Ähnliche Aktionen bezüglich rechtsradikaler Aufkleber, wie sie immer wieder gerade in der G-Reihe auftauchen, sind mir nicht bekannt.

Dass Universitäten auch offensiver und selbstbewusster mit dem Thema umgehen können, zeigt die Uni Bielefeld (Radiobeitrag von Deutschlandfunk). Aufgrund einer ähnlichen Outing-Aktion gründete die Uni die Initiative “Uni ohne Vorurteile”. Studierende und Dozierende werden hier für den Umgang mit Nazis geschult, außerdem liegt dem Erstipaket ein Flyer zum Thema “Ich will eine Uni ohne Nazis” bei. Würde die Ruhr-Uni ihrer gesellschaftlichen Verantwortung gerecht, wäre diese Outing-Aktion im Jura-Hörsaal in der Form vielleicht nicht nötig gewesen. Im Nachhinein aber diejenigen, die auf dieses wichtige Problem aufmerksam gemacht haben, als kriminelle Schläger darzustellen, ist feige und geschichtsvergessen. Das rechtsextreme Internetportal “Dortmund Echo” freut sich über so viel Rückenwind und solidarisiert sich sogar mit dem AStA der Ruhr-Uni, der schließlich von “Linksextremisten” wie mir wegen seiner Nähe zur AfD kritisiert wurde.

Aber eins ist natürlich auch klar: Die Outing-Aktion verlief mehr als unglücklich. Es gab Verletzte. Unabhängig von der Schuldfrage ist das traurig. Bei einer Uni-Leitung, die beim Thema Nazis an der Uni keinen Handlungsbedarf sieht, sollte man gegenüber der Antifa-Gruppe aber erstmal eins sein: dankbar! Danach kann man natürlich auch Kritik an der Art und Weise üben. Die Absicht war jedoch richtig und wichtig!