Die FDP und ich: Eine späte Abrechnung

fdp_logo4Mit 13 Jahren wurde ich durch meinen großen Bruder politisiert. Begeistert berichtete er mir vom Liberalismus und seinen historischen Erfolgen. Da war es für mich völlig logisch, an meinem 14. Geburtstag im Sommer 1999 Mitglied der Jungen Liberalen (JuLis) zu werden. Denn wer auf der Seite der Freiheit steht, steht auf der richtigen Seite. Das war mir damals total klar.

Partei der Besserverdienenden? Alles Quatsch. Diese linken Miesmacher wollten doch nur gegen die Idee der Freiheit wettern. Die beteten doch alle diese Massenmörder Mao und Castro an. Zu den Linken zählte für mich im Hochsauerlandkreis auch die SPD, die bei teils nur knapp zweistelligen Ergebnissen in einigen Orten tatsächlich fast eine Art linke Splitterpartei war. So einfach konnte die Welt sein. Jedenfalls im Sauerland. Die CDU holte fast überall die absolute Mehrheit und die FDP konnte sich als einzige echte Opposition aufspielen. Ein bizarres Schauspiel. Nach kurzer Zeit bei den JuLis wurde ich zum stellvertretenden Kreisvorsitzenden gewählt. Für mich war das eine große Überraschung und mein Selbstvertrauen erhielt einen nie dagewesenen Schub. Ich fing sogar an Krawatten zu tragen und dachte über Visitenkarten nach. Verdammt, ich war 14!

Den Grund, weshalb ich so plötzlich als Stellvertreter im sechsköpfigen Kreisvorstand saß, hatte ich derzeit gekonnt verdrängt. Dabei war die “Wahl” mehr als einprägsam. Zwei Wochen zuvor gab es einige Bewerbungen für den Vorstand. Ich wollte mich als Beisitzer bewerben. Ich war ja neu, da will man nicht gleich nach den Sternen greifen. Als zwei Wochen später der Wahl-TOP aufgerufen wurde, teilte der alte (und neue) Vorsitzende mit, dass er da noch Änderungen habe. Er las alle Posten und die – seiner Meinung nach – dazugehörigen Namen vor. Ich war plötzlich als stellvertretender Kreisvorsitzender vorgesehen. Eine kurze Nachfrage gab es zu der unabgesprochenen Besetzung “von oben” noch, dann wurde der neue Vorstand einstimmig gewählt. Demokratie á la FDP. Dass das nicht die Ausnahme, sondern durchaus die Regel auf Orts- und Kreisebene war, bemerkte ich erst später. Damals dachte ich, dass ich trotz meiner Naivität und zurückhaltenden Art gewählt wurde. Erst später begriff ich, dass genau das meine beste Qualifikation war.

Gut zwei Jahre war ich als Marionette glücklich. Meine eigene Meinung wurde mir regelmäßig von Westerwelle, Möllemann und Brüderle mitgeteilt. Mit Brüderle war ich sogar fröhlich quatschend in einem SWR-Beitrag zu sehen. Heute läuft es mir bei dem Gedanken kalt den Rücken runter. Doch mit 16 merkte ich mehr und mehr, in was für einem seltsamen Verein ich da gelandet war. Ich begann eigene politische Ziele zu entwickeln. Drogenlegalisierung, die vollständige Gleichstellung homosexueller Partnerschaften sowie die Mitarbeit an antirassistischen Projekten. Das waren meine großen Themen, die für mich in der “liberalen” FDP zu kurz kamen. Mit allen Themen flog ich sang- und klanglos auf die Schnauze. Antira- und Antifaarbeit? Das benutzen Linke und Ausländer doch bloß, um sich Vorteile zu verschaffen. Ein Problem mit Rassismus gibt es doch gar nicht mehr. Diese Meinung blieb nicht unwidersprochen, aber wurde von der Mehrheit geteilt. Homo-Ehe? Adoptionsrecht? Wir müssen doch an die Kinder denken. Die werden dann doch in der Schule gemieden, wenn sie zwei Mütter oder zwei Väter haben. Liberale erziehen nicht, sondern erkämpfen die Freiheit. Und wenn es gerade opportun ist, die Freiheit für Homophobe zu erkämpfen, dann ist das eben so. Selbst beim Thema Drogen stieß ich auf Unverständnis, obwohl der JuLi-Bundesverband sich sogar die drogenpolitischen Positionen der Grünen Jugend abgeschrieben hatte. Im Sauerland herrschte weiterhin das Motto “Keine Macht den Drogen”. Und zwar in dogmatischer Härte.

Mit einem Jahr Verspätung, kurz nach meinem 17. Geburtstag, wurde ich dennoch Mitglied der FDP (ein Beitritt ist ab 16 möglich). Irgendwie hatte ich die Hoffnung, hier doch noch was bewegen zu können. Bei den JuLis hatte ich mich inzwischen zurückgezogen, stattdessen unterstützte ich die FDP-Fraktion im Mescheder Stadtrat (hier ging ich zur Schule). In erster Linie in den Bereichen Öffentlichkeitsarbeit und Internet. Damit war ich trotz gewisser Probleme mit der Partei recht zufrieden. Die Fraktion leistete solide Oppositionsarbeit und trat der selbstgerechten und größenwahnsinnigen CDU gern mal auf die Füße. 2004 wollte ich dann selbst als Direktkandidat in meinem Dorf antreten. Da ich der einzige aktive FDPler im Ort war, war das auch kein Problem. Dachte ich jedenfalls. Der Kreisvorstand aktivierte jedoch ohne mein Wissen eine “Karteileiche” im Rentenalter. Da kandidierte nun also ein alter Mann, der seit Jahrzehnten inaktiv war und ich guckte in die Röhre. Als ich deswegen tobte, wurde mir versichert, dass das nur ein Versehen gewesen sei. Ein Missverständnis. Ich wurde eben “vergessen”.

Ich akzeptierte das. Ein Teil von mir wollte die Version des Kreisvorstands sogar glauben. Von der Mescheder Fraktion bekam ich damals noch Rückendeckung und so raffte ich mich ein letztes Mal auf und blieb “meiner FDP” treu. Als ich im folgenden Jahr nur noch die Homepage der Mescheder FDP betreute und bis auf einige gute Bekannte in der Fraktion auch keine Kontakte mehr in die Partei hatte, erklärte ich im Januar 2006 meinen Austritt. Aus Freundschaft entschloss ich mich, die Betreuung der Homepage weiterhin ehrenamtlich zu machen. Im März 2007 zog ich dann zum Studium nach Bochum, ab Oktober engagierte ich mich hier bei den Grünen, ohne erstmal Mitglied zu werden. Trotzdem erschien es mir absurd, weiterhin eine FDP-Homepage zu administrieren. Ich schrieb der Fraktion, dass ich nun bei den Grünen aktiv sei und nicht mehr für die Administration zur Verfügung stehe. Darauf erhielt ich keinerlei Antwort. Kein Danke, keine guten Zukunftswünsche. Nichts. Niemand aus der Sauerländer FDP hat sich danach je wieder bei mir gemeldet. Bis heute.

Das war “meine FDP”

Es gibt kein richtiges Leben im falschen. Und nun?

Vor sechs Wochen bin ich zum ersten Mal Papa geworden. Mit 26 Jahren ist die Jugend wohl nun endgültig vorbei. Als Langzeitstudent kann man es sich ja gut bis Mitte 30 in einer gewissen Jugendlichkeit gemütlich machen. Ein Leben zwischen Klausuren, Hausarbeiten, Partys und Wohngemeinschaften. Wirklich wichtige Entscheidungen? Fehlanzeige. Plötzlich besitzen die eigenen Entscheidungen jedoch eine unvorstellbare und unberechenbare Tragweite. Bei dieser Überlegung fiel mir das Lieblingszitat aller Adorno-Fans, Antideutschen und desillusionierten Linken ein. “Es gibt kein richtiges Leben im falschen.”

Na toll. Und nun? Ohne Verantwortung für andere Menschen lässt sich aus diesem Zitat eine prima Lebenseinstellung ableiten. Aber mit einem Kind stehen plötzlich wichtige Entscheidungen an. Impfungen, Kita, Schule. Und so weiter und so weiter. Was ist wo das kleinste Übel? Oder gibt es sogar richtige Entscheidungen? Gibt es in einer wirtschaftlich am Boden liegenden und sich systematisch selbst zerlegenden Region wie dem Ruhrgebiet überhaupt eine Zukunft für eine neue Generation? Lohnt es sich noch, sich hier etwas aufzubauen? Oder ist es nicht vernünftiger, schnell seine sieben Sachen zu packen und nach Berlin, Hamburg oder Leipzig abzuhauen? Ich weiß es nicht.

Wirklich viel Zeit bleibt mir jedoch nicht, mir darüber Gedanken zu machen. Auch beim Schreiben dieses Textes hat mich Levi etwa zehn Mal unterbrochen. Aber ich wollte es ja so. Und es ist toll! Also werde ich wohl doch nach dem richtigen Leben im falschen suchen müssen. Aussichtslos? Vielleicht. Sinnlos? Bestimmt nicht. Und vielleicht finden wir es ja sogar in Bochum. Es gibt hier ja schließlich sonst nichts mehr. Reichlich Platz für das richtige Leben also. Oder für ein Einkaufszentrum. Ach verdammt…

“Tierschutz konsequent umsetzen” – Sind die Grünen die richtige Adresse?

Am Samstag fand in Berlin ein Tierschutzkongress der Grünen Bundestagsfraktion unter dem Motto „Tierschutz konsequent umsetzen!“ statt. Dass ich mit meiner Definition von konsequentem Tierschutz nicht gerade mehrheitsfähig bin bei den Grünen, war mir natürlich im Vorfeld bewusst. Trotzdem hinterlässt der Kongress unterschiedliche Gefühle.

Vorweg: Die Grünen sind die einzige größere politische Kraft in Deutschland, die Tierschutz seit Jahrzehnten auf der Agenda hat und (mal mehr, mal weniger) an der Umsetzung dessen arbeitet. Die Tierschutzpartei leistet in diesem Bereich auch wichtige Arbeit, bleibt aber gerade auch aufgrund der monothematischen Ausrichtung realpolitisch weitgehend unbedeutend. Schließlich sind Natur-/Tierschutz sowie Tierrechte auch nicht ohne eine umfassendere Kritik am Wirtschaftssystem und seiner Ausbeutungsmechanismen denkbar. Daran fehlt es bei der Tierschutzpartei leider sehr oft. Bei den Grünen aber natürlich auch in vielen Fällen. Linke und SPD dagegen sind immer wieder dabei, wenn es darum geht, tierrechtliche Vorstöße (unabhängig ob von den Grünen oder anderen Gruppen) abzuweisen.

Zurück zum Kongress: Das Thema Tierschutz wurde in drei Teilbereiche geteilt: „Unterhaltungsfaktor Tier“ (Zirkus, Zoo, Film, Fernsehen), „Kuschelfaktor Tier“ (Haustierhaltung, Exotenhaltung) und „Tierschutz auf dem Teller“. Meinen Schwerpunkt möchte ich in diesem Artikel im dritten Bereich setzen. Bei den ersten Punkten gab es große Einigkeit und die Diskussionen verliefen sachlich. Problematisch war lediglich, dass das Thema Tierzucht nicht grundsätzlich kritisiert und als Ursache von Tierleid hinterfragt wurde. Tiere werden aus kommerziellen sowie aus nicht-kommerziellen Gründen „produziert“. Wer nicht den Wünschen und Vorstellungen der Kundinnen und Kunden (oder der Hobbyzüchterinnen und -züchter) entspricht, wird gefoltert, getötet, ausgesetzt. Tierheime sind überfüllt und stehen in fast allen Orten immer wieder am Rande der Insolvenz, weil „überproduzierte“ Tiere häufig einfach vor dem Tierheim ausgesetzt werden. Aus Mangel an Alternativen werden Tiere, die als „nicht vermittelbar“ gelten, oft schnell eingeschläfert. In diesem Bereich hätte ich mir mutigere Ziele versprochen. Schade.

Emotional und aggressiv wird es aber natürlich immer, wenn es um das eigene Schnitzel geht. Die Diskussion, ob nun vegan, vegetarisch oder ein „bewusster“ Umgang mit Fleischkonsum die richtige Ernährungsform ist, kam natürlich auch beim Kongress in Berlin schnell auf. Ich möchte jetzt aber nicht auf jede Anfeindung und jeden Nebenkriegsschauplatz eingehen. Dies schadet der Bewegung und hilft denen, für die Tierschutz und Tierrechte weiterhin Fremdworte sind. Insgesamt war die Stimmung letztlich auch überraschend entspannt. Dies hat einen simplen Grund. Dafür möchte ich jedoch etwas ausholen. Bei der Diskussion zum Thema „Tierschutz auf dem Teller“ war auch Karen Duve auf dem Podium. Duve ist Schriftstellerin und unternahm den Selbstversuch, zunächst bio, dann vegetarisch, im Anschluss vegan und schließlich frutarisch zu leben. Während sie sich vegan ernährte (heute ist Karen Duve überzeugte Vegetarierin, bemüht sich jedoch, weitgehend vegan zu leben), traf sie sich mit dem veganen Tierrechtler Achim Stößer, der in erster Linie durch seine kompromisslose „Vegetarier sind Mörder“-Haltung bekannt ist. Seine politische Überzeugung lässt keine schrittweise Veränderung hin zu einem Ideal zu. Veganismus ist die einzig ethisch vertretbare Haltung. Fertig aus. Wer lediglich VegetarierIn ist, wirft lediglich weniger Brandbomben in Asylbewerberheime, so Stößers Analogie.

Ich halte den Veganismus auch für die einzig vertretbare ethische Haltung gegenüber Tieren. Soweit stimme ich Stößer zu. Dann hört es aber auch schon auf. Die konsequente Ablehnung von Reformismus ist naiv und gefährlich. Beim Kongress in Berlin trafen sich viele Menschen, die sich darüber einig sind, dass Tierschutz in unserer Gesellschaft einen zu geringen Stellenwert besitzt. Dass die Meinungen über die Konsequenzen dieser Haltung weit auseinander gehen, ist ein nicht zu bestreitender Fakt. Daher gab es am Ende auch überraschend große Übereinstimmungen, weil sich alle einig waren, dass Veränderungen nur durch Reformen und ein breites Umdenken möglich sind. Ich finde es weiterhin furchtbar, dass eine Mehrheit der Grünen relativ unkritisch mit ihrem eigenen Fleischkonsum umgeht. Aber wenn sich die gleichen Menschen engagiert gegen Massentierhaltung, Tierversuche und Tiere in der Unterhaltungsindustrie einsetzen, dann ist das großartig und ein Gewinn für die Tiere! Enttäuscht war ich darüber, dass ein Parteifreund aus NRW der Meinung war, als VeganerIn habe man nichts auf einem Tierschutzkongress verloren, weil man doch viel mehr anstrebe, als in diesem Rahmen erreicht werden könne. Natürlich möchte ich mehr erreichen für die Tiere, als ich es in meinem gesamten Leben können werde. Trotzdem ist jeder Fortschritt besser als keiner. Radikale politische Forderungen und realpolitische Arbeit müssen sich nicht widersprechen. Sie dürfen sich nicht widersprechen! Ein naiver Glaube an eine Revolution ohne Reform und Fortschritt ohne Kompromisse stärkt die politische Gegenseite und schwächt linke Positionen.

Daher ziehe ich folgendes Fazit aus dem Kongress: Auch bei den Grünen besteht enormer Nachholbedarf im Themenkomplex Tierrechte. Aber nicht trotzdem, sondern gerade deswegen werde ich mich weiterhin bei den Grünen zu diesem Thema engagieren!

Kleiner Neubeginn

Zum zehnjährigen Geburtstag meiner Homepage habe ich mich dazu entschlossen, einen kleinen Neuanfang zu wagen. Aus einer klassischen Homepage wird nun endlich auch ein Blog. Als ehemaliger Internetunternehmer und Pionier im Bereich des “User generated contents” für Computerspiele habe ich mich lange Neuerungen gegenüber verschlossen, die sich erst nach meiner aktiven Zeit entwickelt haben.

Doch damit soll nun endlich Schluss sein! Ein weiterer Grund für diesen Schritt ist das Ende meiner Amtszeit als AStA-Vorsitzender der Ruhr-Universität. Endlich habe ich wieder Zeit, in regelmäßigen Abständen zu schreiben. Ich hoffe also, wieder eine kleine LeserInnenschaft aufzubauen. :-)

Also: bis bald!

Bye bye 2010

Hallo Ihr Lieben,

wie Euch sicher nicht entgangen ist, habe ich diese Seite inzwischen seit sieben Monaten nicht mehr überarbeitet. In Zeiten des Web 2.0 bin ich auch dazu übergegangen, lieber kurze Texte auf Facebook & Co. zu veröffentlichen, statt hier lange Romane zu verfassen. Zudem war das letzte Jahr auch nicht unbedingt stressfrei. Zwei Umzüge und ein zeitintensiver Job prägten ein mal wieder turbulentes Jahr. Ende März wurde ich vom Studierendenparlament der Ruhr-Uni zum AStA-Vorsitzenden gewählt und seit Juli wohne ich mit meiner Freundin in einer wunderschönen kleinen Wohnung in Altenbochum. Dem voraus ging ein kurzer viermonatiger Abstecher nach Recklinghausen (zu meiner Freundin), bevor es dann zusammen nach Bochum ging.

Im nächsten Monat stehen wieder Wahlen an der Ruhr-Uni an und in absehbarer Zeit endet dann auch schon meine Amtszeit. :-) Zwar werde ich es sicher vermissen, der erste Ansprechpartner der Bochumer Studierendenschaft zu sein – aber etwas mehr Freizeit, Zeit fürs Studieren und weniger Verantwortung sind auch nicht zu verachten.

Ich wünsche Euch allen eine schöne Weihnachtszeit und einen guten Jahresausklang! Bis nächstes Jahr… :-)

Na, wo ist er denn?

Ein ereignisreiches Jahr neigt sich dem Ende zu und wer diese Seite liest, gewinnt den Eindruck, das Jahr 2009 bestand für mich ausschließlich aus Politik. Gut, ganz falsch ist das sicherlich nicht. Als Öffentlichkeitsreferent des AStA der Ruhr-Uni hatte ich gerade während des Bildungsstreiks im Sommer und nun bei der Neuauflage im Herbst/Winter viel um die Ohren. Neben endlosen Telefonaten mit VertreterInnen der Presse gab es auch interessante Erfahrungen wie Radio- und Fernsehinterviews.

Auch die Schattenseiten größerer Medienpräsenz wurden mir wieder bewusst, nachdem ich diese seit dem Ausstieg bei GTAinside.com nicht mehr zu spüren bekam. Doch jetzt hagelte es immer wieder Kritik und Häme für öffentliche Aussagen und Auftritte. Selbst bin ich aber durchaus mit mir zufrieden. Daher hoffe ich, auch im kommenden Jahr weiterhin in verantwortlicher Position Hochschulpolitik zu gestalten. Im Januar stehen die Wahlen zum Studierendenparlament an und ich bin optimistisch, dass wir wieder stark abschneiden können. Durch den Bildungsstreik herrscht Aufbruchstimmung auf dem Campus: Gemeinsam können wir etwas bewegen!

Abseits der Politik war das Jahr 2009 für mich erst recht sehr ereignisreich. Ich konnte interessante und prägende Erfahrungen sammeln und lernte sehr facettenreiche Menschen kennen. Darunter den wunderbarsten Menschen, der mir bisher begegnet ist, mit dem ich nun mein Leben teile. Zum ersten Mal in meinem Leben kann ich ehrlich behaupten, in einer glücklichen Beziehung zu sein. Trotz vieler Rückschläge kann ich also voller Glücksgefühle auf das Jahr zurückblicken und freue mich nun auf einen hoffentlichen entspannten Jahresausklang und ein vielleicht ähnlich spannendes 2010.

Ich wünsche allen Besucherinnen und Besuchern frohe Feiertage! Bis bald… :-)